Historie

Kleine Chronik der Bruckner Apotheke:

1950
Die Bruckner Apotheke wurde am 27.9.1950 von Dr. Ernst Loos eröffnet.

1969
Dr. Ernst Loos übergibt die Bruckner Apotheke an seinen Sohn Dr. Peter Loos, der sie bis Januar des Jahres 2001 leitet.

2001
Die Bruckner Apotheke wird von den Geschwistern Stephanie Haake und Tanja Schubring übernommen und gemeinsam geleitet.

2018
Tanja Schubring scheidet aus der Apotheke aus und Stephanie Haake leitet die Apotheke nunmehr alleine.


Über unseren Namensgeber Anton Bruckner:

 

Josef Anton Bruckner, Komponist bedeutender Sinfonien, wurde am 4. September 1824 im Dorf Ansfelden in Ober-Österreich geboren. Vater und Großvater waren Lehrer von Beruf. Anton hatte bereits früh eine musikalische Begabung, die sich im Violinspiel äußerte und darin, dass er schon als Kind  stellvertretend die Orgel spielen konnte. In Hörsching, wo Bruckner seine Schulbildung vervollständigte, schrieb er mit zwölf Jahren seine erste Komposition. Die Vier Präludien in Es-Dur für Orgel bieten sich dar als Mischung von Tonsatzübungen und harmonischer Verzückung. Als Bruckner in  dem Dorf Windhaag seine Lehrgehilfenzeit absolvierte, erschreckte er die  abergläubischen Bauern durch einen Einfall, der von den Schauern alter Volksmärchen gestreift scheint: er fing Krebse, klebte auf ihren Rücken brennende Wachskerzen und ließ sie mitten in der Nacht auf dem Gottesacker  
umherlaufen. Nach dem Tod seines Vaters im Sommer 1837 wurde er als Sängerknabe in der Augustiner Chorherren-Stifte St. Florian aufgenommen. Durch sein Engagement erhielt Bruckner hier Heimatrecht, das ihn zeitlebens mit St. Florian verband.

Der Schöpfer von neun Sinfonien, der Komponist von Streichquintetten, Te Deum und drei großen Messen, der Professor Bruckner, der in Wien am Konservatorium lehrte und sogar an der Universität Vorlesungen hielt, dieser Mann war in jungen Jahren dazu verurteilt, in einem entlegenen und von zweihundert Bauern bewohnten Dorf einem Schullehrer zu gehorchen, in dessen Ermessen es laut Reglement lag, seinen Gehilfen nach Belieben aus eigener Tasche zu entlöhnen, beschäftigen und auszunutzen. Franz Fuchs, der Schullehrer, war vermutlich kein Bösewicht, er hätte schon ein besonderer Charakter sein müssen, wollte er der Versuchung widerstehen, aus der totalen Wehrlosigkeit des abhängigkeitsbereiten Bruckner nicht seinen Nutzen zu ziehen. So wurde Bruckner ausgenutzt. Haushalt und Wirtschaft beanspruchten ihn permanent. In den wenigen freien Stunden, die er sich erschlich, schrieb er Noten, studierte Bach’sche Fugen, übte Klavier oder Orgel.

Diese Lebensumstände waren unerquicklich, vor allem, weil Lehrer Fuchs, der ja auch zu einer primitiven Musizierpraxis verpflichtet war, die turmhohe musikalische Überlegenheit des ihm unterstellten Bruckner nicht ertrug. Er demütigte ihn, wo er nur konnte. Dass die Schulkinder den kindlichen Bruckner liebten, jedoch ihn, den Lehrer fürchteten, machte diesen rasend.

Nach zehn Jahren in St. Florian wurde Bruckner zum Dom-Organisten in Linz ernannt, als welcher er eine gewisse Berühmtheit erlangte. 1855 fuhr er nach Wien zu Simon Sechter, dem führenden Musiktheoretiker und Kompositionslehrer seiner Zeit, zeigte ihm die Partitur seines Requiem und wurde für die nächsten sechs Jahre sein Schüler.

Am 1. Oktober 1868 begann Bruckner in Wien seine Lehrtätigkeit am Konservatorium der Gesellschaft der Musikfreunde. Im Sommer 1895 übersiedelte Bruckner in eine zum kaiserlichen Hof gehörende Wohnung im Belvedere, einem Gebäude das am Rand des Schlossparks liegt. In dieser Wohnung starb er am 11. Oktober 1896 im Alter von 72 Jahren. Auf eigenen Wunsch wurde er in einem freistehenden Sarg unter der Orgel der Stiftskirche in St. Florian beigesetzt.

(Karl Grebe)